"Unser
Bismarck".

A.W. Allers
und Hans Kraemer.
Verlagsgesellschaft
fuer Beibechaltung des
Litersturerbes "OSLN".
www.osln.ru. Tel.: +7(495)
589-81-33.
Postadresse: 109044,
Moskau,Postfach 22.
e-mail: litnas@mail.ru
ISBN 978-5-902484-17-2
978-5-902484-19-6
In Druck gegeben am
10.11.2008
Format 60x90 1/8
auflage 1000 St. #3262
Das Buch "Unser
Bismarck" ist noch
in Lebensjahren des
weltberuhmten deutschen
Reichskanzlers Otto
von Bismarcks (1815-1898),
und war seinem 80. Geburtstag
gewidmet. In russischer
Sprache erscheint das
Album zum ersten Mal
und wird dem 110. Todesjahr
des "Eisernen Kanzlers"
gewidmet.
Die Besonderheit dieses
Buches besteht darin,
dass es zweisprachig
- in Deutsch und in
Russisch erscheint.
Dabei wird der deutschsprachige
Band als faximile Variante
gedruckt. Beim Lesen
des Buches gerat der
Leser in die Welt der
Epoche Otto von Bismarcks.
Ausdrucksvolle Zeichnungen
eines begabten Malers
A.W. Allers erganzen
das ganze Buch und betonen
die Eigenartigkeit der
Zeit, die mit dem Namen
von Bismarck verbunden
ist.
Der Ubersetzer ins Russische
hat Nachwort und Kommentars
geschrieben, die manche
historische Ereignisse
und Personlichkeiten,
sowie Begriffe und Ausdrucke
aus jener Epoche erortern.
Diese Kommentars wurden
in den russischen Band
des Buches eingegliedert.
Vorwort von Wladislav
Leonidowitsch Malkewitsch,
Generaldirektor Messezentrum
"EXPOZENTR".
Die Ausgabe erschien
mit finanzieller Unterstutzung
des Messezentrums "EXPOZENTR"
und der Kommerzbank
"PERESWET"
Dieses
Buch ist dem 110. Todesjahr
des grossen Politikers,
Vereinigers und Reformators
Deutschlands gewidmet,
der zersplitterte deutsche
Lander in ein machtiges
Reich vereinigt und
die gesamte europaische
Geschichte der zweiten
Halfte des 19. Jahrhunderts
wesentlich gepragt hat.
Sein Name ist Otto von
Bismarck.
Es ist markant, dass
dieses Buch zum ersten
Mal am 80. Jubilaum
des "Eisernen Kanzlers"
erschien und zum hervorragenden
Kunststuck wurde, den
die dankbare Gesellschaft
ihrem Liebling gewidmet
hat.
Erneut erschien das
Buch kurz nach dem Tode
Bismarcks und wurde
durch Beschreibung der
Eregnisse erweitert,
die mit dem Begrabniss
des "Eisernen Kanzlers"
verbunden waren. Alle
andere Kapitel blieben
ungeandert.
Otto von Bismarck hatte
Gluck, im Zeitalter
brisanter Wandlungen
und des Entstehens europaischer
Staaten eines neuen
Typs zur Welt zu kommen,
als "grosse Realitaten
zusammenstiessen",
wie der grosse deutsche
Philosoph und Kulturforscher
Oswald Spengler dieses
Prozess bezeichnet hat.
Geboren in 1815, im
Jahr der endgultigen
Niederlage Napoleons,
wuchs der kleine Otto
an Erzahlungen uber
den heroischen Kampf
deutscher Patrioten,
uber die Volkerschlacht
bei Leipzig in 1813,
wo zusammen Schulter
an Schulter mit preussischen
und osterreichischen
Soldaten ihre russischen
Waffenbruder gekampft
hatten, auf.
Wahrend seiner Studentenzeit
nahm der junge Bismarck
mit Wut und Âitternis
die Zersplitterung Deutschlands,
gegenseitige Entfremdung,
die unter den Vertretern
zahlreicher Zwergfurstentumer
herrschte, wahr. Am
Anfang seiner diplomatischen
Laufbahn in Frankfurt-am-Main,
als er der preussische
Vertreter im Parlament
des Deutschen Bundes
war, fuhrte von Bismarck
eine Konsolidierungspolitik.
Als er als Botschafter
in Petersburg und nachher
in Paris arbeitete,
erwarb Otto von Bismarck
wertvollste diplomatische
Erfahrungen und Kenntnisse
der Besonderheiten der
nationalen Charakterzuge
grosser Machte Europas.
Seine Tatigkeit als
Reichskanzler fuhrte
von Bismarck mit vollem
Segeln, sie war fast
immer erfolgreich, was
Bewunderung unter den
Verehrern und kalte
Wut und Neis unter seinen
Feinden erregte. Aber
egal was uber dem Eisernen
Kanzler gesprochen und
geschrieben wurde, bleibt
er in der Geschichte
ein ewiges Symbol des
Kampfes um patriotische
Ideale und um sein Vaterland.
Man muss auch die Bedeutung
der Personlichkeit Bismarcks
in unseren Tagen hervorheben.
Unter Bismarck herrschte
zwischen Russland und
Deutschland besondere
diplomatische Beziehungen.
Als Botschafter in Petersburg
war Bismarck mit russischem
Aussenminister Furst
A.M. Gortschakov befreundet.
Der Furst unterstutzte
ihn bei seinen Bemuhungen,
zuerst Osterreich und
dann Frankreich diplomatisch
zu isolieren.
Spater, mit Hilfe von
einem komplexen System
der Allianzen (darunter
durch den Dreikeiserbund
- die Bundnis der Keiser
Preussens, Osterreichs
und Russlands) konnte
der Eiserne Kanzler
die Isolation Frankreichs,
preussische Annaherung
mit Osterreich und enge
Partnerschaft mit Russland
erzielen.
Der Dreibund, ein Bundnis
zwischen Deutschem Reich,
Osterreich und Italien
in 1882 von Bismarck
gegrundet wurde, war
objektiv gegen Russland
und Frankreich gerichtet.
Aber Otto von Bismarck
war immer der Meinung,
dass ein Krieg mit Russland
fur Deutschland ausserst
gefahrlich war. Er strebte
deshalb danach, gute
Nachbarbeziehungen mit
Russland zu pflegen.
Eine Bestatigung dafur
ist ein Ruckversicherungsvertrag
- der geheime Vertrag
mit Russland, der 1887
unterzeichnet wurde.
Der Vertrag zeigte die
Fahigkeit Bismarcks,
hinter seinen Verbundeten
zu agieren, um status
quo auf dem Balkan und
im Nahen Osten, die
immer mit Militarkonflikten
drohten, zu erhalten.
Man muss erwahnen, dass
die deutsch-russischen
Beziehungen tiefe geschichtliche
Wurzeln haben. Dazu
gehoren der Ausbau der
Beziehungen Russlands
mit dem Westen unter
Peter dem Grossen, dynastische
Ehen der Romanovs mit
deutschen Furstenfamilien
und Politik vieler russischen
Zaren. Die Auferhaltung
der Gleichgewicht der
Krafte in Europa im
19. Jahrhundert, deren
Garanten Russland und
Preussen waren, ist
sehr aktuell auch heute,
im Zeitalter des Kampfes
gegen den Trend des
unipolaren Weltordnung.
Russland und Deutschland
als Pole in Europa konnten
eine Alternative solchem
geopolitischen Szenario
schaffen, das zahlreiche
Gefahren fur die Entwicklung
der Menschheit in sich
verbirgt.
Bei der Ubersetzung
des Buches wurde der
ganze Text, darunter
die ursprungliche Terminologie,
ohne Kurzungen erhalten,
dementsprechend wurde
er maximal dem Original
angenahert. Wir haben,
zum Beispiel, bewusst
den Begriff "das
Reich" gegen "das
Imperium" im russischen
Text nicht getauscht,
weil diese Begriffe
nicht gleiche Bedeutung
haben. In der deutschen
kultur-politischen Tradition
entspricht der Begriff
"das Reich"
am besten dem Begriff
"die Macht"
und hat neben der staatsrechtlichen
auch spirituelle Bedeutung
(das Reich als Abhalter
des Bosen).
Bei manchen russischen
Lesern kann der Slogan
"Deutschland uber
alles!", der mehrfach
von Bismarck verkundigt
wurde, negative historische
Verbindungen ins Leben
rufen. Aber fur einen
national denkenden Deutschen
ist solcher Slogan gleich
selbstverstandlich,
wie fur einen Russen
ein Slogan "Alles
fur Russland!",
der von russischen patriotischen
Dichterdenkern in der
ersten Halfte des 20.
Jahrhunderts geaussert
wurde, oder die Aussage
des Generalissimus A.W.
Suworov "Ich bin
stolz, dass ich ein
Russe bin!" Der
Stolz auf sein Vaterland,
ein Verstandnis der
Beziehung mit grossen
Taten, sowie zu dem
Erbe seiner Ahnen, hat
uberhaupt nichts zu
tun mit dem blinden
nationalen Egoismus,
der die Volker in den
Abgrund der Konflikte
und Kriege fuhrt.
Die Gebote Bismarcks
uber gute Beziehungen
mit Russland haben bestimmt
auch heute ihre Bedeutung
nicht verloren. Davon
zeugen dynamische vielseitige
Beziehungen zwischen
unseren Landern. Nach
dem 2. Weltkrieg bleibt
Deutschland im Laufe
von mehr als 60 Jahren
der Haupthandelspartner
Russlands, wobei es
mit dem Warenaustausch
andere Staaten wesentlich
ubertrifft.
Russisch-deutsche kulturelle
und politische Kontakte
werden auch intensiv
ausgebaut. All das lasst
uns hoffen, dass Russland
und Deutschland auch
in der Zukunft ihre
Beziehungen auf Grund
der Prinzipien ausgebaut
werden, die vom Fursten
Otto von Bismarck und
Fursten A.M. Gortschakov
gegrundet wurden.
W.L. Malkewitsch
ZWK "EKSPOZENTR"
Generaldirektor,
Dr. Hab. der Volkswirtschaft.